19. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe

Am 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktorblock des Kernkraftwerks in Tschernobyl aufgrund einer Folge von Bedienungsfehlern. Die Sowietunion versuchte tagelang, das Unglück zu verheimlichen.

Chernobyl 1997

Bei dem GAU wurde eine radioaktive Woke freigesetzt, deren radioaktive Intensität ungefähr 200 Hiroshima-Bomben entsprach und deren Fallout große Teile Europas radioaktiv verseuchte. Immer noch sind auch in Deutschland z.B. Wildfleisch und Waldpilze radioaktiv belastet.

[via tagesschau.de]

Feinstaub

Weil Alle über dieses Thema schreiben wollte ich das eigentlich bleiben lassen, aber diese Seite ist wirklich interessant. Sie bietet sowohl eine Übersichtskarte Deutschlands aus der die Feinstaubkonzentrationen hervorgehen, als auch die Möglichkeit, die Werte für spezifische Messstationen abzufragen und graphisch darzustellen.

[via plasticthinking]

What the fuck…

No Software Patents

Kaum hat das Volk einmal kurz nicht hingeschaut, da wird die umstrittene Richtlinie zur Patentierung von computerimplementierten Erfindungen im Agrarrat der EU einfach durchgewunken. Das Ganze mit der Unterstützung Deutschlands, obwohl sich der Bundestag klar gegen diese Richtlinie ausgesprochen hat. Soll das Demokratie sein? Wofür gehe ich eigentlich noch wählen? Armes Europa!
[via golem.de]
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Schmierentheater

Interessante Ergebnisse gibt es jedenfalls nicht zu berichten vom Besuch des amerikanischen Präsidenten in Deutschland. Bush nützt weiter jede Gelegenheit, um dem Iran zu drohen. Den Umweltschutz stellen die USA weiter ganz hinten an, eine unverbindliche Klimaschutzvereinbarung kann man da schon mal zwischendurch unterschreiben. Gemeinsam Lächeln und Lachen war angesagt und Schröder hat sich brav an die Regieanweisungen gehalten. Schmierentheater auf der internationalen politischen Bühne, mehr nicht.
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Gesetz zum Schutz vor teuren SMS-Angeboten geplant

Wenn es nach Verbraucherministerin Künast geht, dann muß der Kunde in Zukunft in Zukunft bei SMS-Diensten die über 1
€ kosten, auf den Preis hingewiesen werden und den Empfang dieses Hinweises bestätigen, bevor der Vertrag zustandekommen darf. Außerdem sollen die Mehrwehrtdiensteanbieter verplichtet werden, in Ihren Werbespots den Kostenhinweis ebenso lange und genauso groß wie Ihre Telefonnummer einzublenden. Das sollte dem Klingeltonwerbewahnsinn relativ wirkungsvoll ein Ende setzen. Ich bin schon gespannt auf die Kreativität der Werbeleute von Jamba und Co. [via netzeitung]

Studiengebühren: An der Realität vorbei

Der bayerische Wissenschaftsminister Goppel konstatiert bezüglich der geplanten Einführung von Studiengebühren:

Die Chancengleichheit der Kommilitonen wird durch die Einführung von Studiengebühren nicht gefährdet, Die Betroffenen müssen lediglich jeden Monat für 100 Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben.

Da hat der Geldsegen den einem das Politikerdasein beschert wohl des Ministers Blick auf die Realität getrübt. In München kostet eine Wohnung um die 500 Euro im Monat ohne Nebenkosten. Für Studierende, die nicht bei Ihren Eltern wohnen können, bedeutet dies schon eine massive finanzielle Belastung und Wohnheimplätze sind so knapp, dass das Studentenwerk zu jedem Semesterbeginn händeringend die Vermieter auffordert, preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Kommen nun noch Studiengebühren hinzu muss ein durchschnittlicher Studierender in Zeiten in denen auch die Jobs knapp, schon lange sozailabgabenpflichtig und längst nicht mehr so gut bezahlt sind wie noch vor einigen Jahren schon ziemlich viel arbeiten, um das Studium finanzieren zu können. Das dies nicht ohne Konsequenz für die Semesterzahl bleiben kann ist klar, mit der Einführung von Studiengebühren entstehen hierdurch noch zusätzliche Kosten. Die Aussicht, nach dem Abschluss eines Studiums in Deutschland momentan einen Job zu finden, sind auch nicht gerade rosig, so dass auch das Aufnehmen eines Studiendarlehens ein beträchtliches finazielles Risiko darstellt.
Ich für meinen Teil hätte große Schwierigkeiten gehabt mein Studium unter diesen Voraussetzungen zu realisieren, und das obwohl ich durchaus nicht aus einer armen Familie stamme.
Die Zweiklassenbildungslandschaft steht vor der Tür. Studieren wird nur noch, wer hauptberuflich Sohn/Tochter sein kann. Herr Goppel reiht sich nahtlos in das Trauerspiel ein, dessen erste Akte bzgl. des Schulsystems schon hervorragend durch Frau Hohlmeier ausgefüllt wurden. [via focus.de]

BVG macht Weg für Studiengebühren frei

Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch das bundesweite Verbot von Studiengebühren gekippt. Zur Begründung gaben die Richter an, dass das Bundesgesetz gegen die Gesetzgebungskompetenz der Bundesländer verstoße.

In Bayern ist jetzt der Weg frei für Studiengebühren möglichst schon ab dem kommenden Wintersemester, die etwa 500 Euro pro Semester betragen sollen. Gerade in München, wo es bei Weitem zu wenige Plätze in Studentenwohnheimen gibt und die Mieten horrende sind, werden sich dann viele das Studium einfach nicht mehr leisten können. Für mich als Promotionsstudent bedeutet dies ganz einfach die Exmatrikulation. Für viele andere wird sich die existenzielle Frage stellen, wie sie die Beendigung ihres Studiums finanziell stemmen sollen. Ob Herr Dr. Goppel sich das reiflich überlegt hat?

Sicherlich haben Studiengebühren auch positive Auswirkungen, z.B. die Abschreckung von Langzeitstudenten. Es drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass das Ziel eher die Entwicklung einer Bildungselite ist. [via netzeitung]

Update: Das "Aktionsbündnis gegen Studiengebühren" legt Gegenargumente zur Einführung von Studiengebühren im sogenannten "Krefelder Aufruf" dar. [via heise]

SpOn: NOK macht München Hoffnung

SpOn schreibt dazu Folgendes:

Das deutsche NOK hält eine Bewerbung Münchens um die Austragung der Winterspiele 2014 für realistisch. Bis zur IOC-Tagung Ende Juli sei noch genügend Zeit, darüber zu entscheiden. Top-Funktionäre halten die Chance, dass in absehbarer Zeit in Deutschland Olympische Spiele ausgerichtet werden, im Winter für besser als im Sommer. [Weiterlesen...]

Ich würde das gerne erleben und als Nebeneffekt verschwindet dann vielleicht auch das verstaubte, abgrundtiefhäßliche Siebziger-Jahre-Farbverläufe-Design aus Münchens U- und S-Bahnhöfen, an das meine Augen sich einfach nicht gewöhnen wollen ;-) .