Gesetz zum Schutz vor teuren SMS-Angeboten geplant

Wenn es nach Verbraucherministerin Künast geht, dann muß der Kunde in Zukunft in Zukunft bei SMS-Diensten die über 1
€ kosten, auf den Preis hingewiesen werden und den Empfang dieses Hinweises bestätigen, bevor der Vertrag zustandekommen darf. Außerdem sollen die Mehrwehrtdiensteanbieter verplichtet werden, in Ihren Werbespots den Kostenhinweis ebenso lange und genauso groß wie Ihre Telefonnummer einzublenden. Das sollte dem Klingeltonwerbewahnsinn relativ wirkungsvoll ein Ende setzen. Ich bin schon gespannt auf die Kreativität der Werbeleute von Jamba und Co. [via netzeitung]

Geldstrafen für Spammer

Im Rahmen der Änderung des Teledienstegesetzes soll Spammen mit "wirksamen Bußgeldern" belegt werden.

Verboten ist das Verschicken von Spam-Mails schon seit In-Kraft-Treten des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb [UWG] im Juli 2004. Mit der Änderung des Teledienstgesetzes soll nun auch ein Sanktionskatalog eingeführt werden. Damit werde das Geschäftsmodell der Spam-Versender deutlich erschwert, betonte Höfken.

Vielleicht hilft es ja was. ich bin da aber eher pessimistisch. [via futurezone]

Studiengebühren: An der Realität vorbei

Der bayerische Wissenschaftsminister Goppel konstatiert bezüglich der geplanten Einführung von Studiengebühren:

Die Chancengleichheit der Kommilitonen wird durch die Einführung von Studiengebühren nicht gefährdet, Die Betroffenen müssen lediglich jeden Monat für 100 Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben.

Da hat der Geldsegen den einem das Politikerdasein beschert wohl des Ministers Blick auf die Realität getrübt. In München kostet eine Wohnung um die 500 Euro im Monat ohne Nebenkosten. Für Studierende, die nicht bei Ihren Eltern wohnen können, bedeutet dies schon eine massive finanzielle Belastung und Wohnheimplätze sind so knapp, dass das Studentenwerk zu jedem Semesterbeginn händeringend die Vermieter auffordert, preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Kommen nun noch Studiengebühren hinzu muss ein durchschnittlicher Studierender in Zeiten in denen auch die Jobs knapp, schon lange sozailabgabenpflichtig und längst nicht mehr so gut bezahlt sind wie noch vor einigen Jahren schon ziemlich viel arbeiten, um das Studium finanzieren zu können. Das dies nicht ohne Konsequenz für die Semesterzahl bleiben kann ist klar, mit der Einführung von Studiengebühren entstehen hierdurch noch zusätzliche Kosten. Die Aussicht, nach dem Abschluss eines Studiums in Deutschland momentan einen Job zu finden, sind auch nicht gerade rosig, so dass auch das Aufnehmen eines Studiendarlehens ein beträchtliches finazielles Risiko darstellt.
Ich für meinen Teil hätte große Schwierigkeiten gehabt mein Studium unter diesen Voraussetzungen zu realisieren, und das obwohl ich durchaus nicht aus einer armen Familie stamme.
Die Zweiklassenbildungslandschaft steht vor der Tür. Studieren wird nur noch, wer hauptberuflich Sohn/Tochter sein kann. Herr Goppel reiht sich nahtlos in das Trauerspiel ein, dessen erste Akte bzgl. des Schulsystems schon hervorragend durch Frau Hohlmeier ausgefüllt wurden. [via focus.de]