Firefox als Standardbrowser unter KDE

Konqueror ist als Browser bestimmt nicht schlecht, trotzdem
bevorzuge ich Firefox zum Surfen. Dieser Artikel beschreibt die Einrichtung von Firefox als Standardbrowser unter KDE und SuSE 9.3. Da Firefox beim Aufruf mehrerer Instanzen manchmal unnötigerweise zur Auswahl eines Profils auffordert, habe ich ein kleines „Wrapper-Skript“ gebastelt, das nebenbei neue Seiten in Tabs und nicht in einem neuen Fenster öffnet, wenn schon eine Instanz von Firefox existiert.

Zunächst das Skript:
#!/bin/bash
# based on a script by Taj Morton
# <taj [at] wildgardenseed [dot] com>
# Public Domain--do what you want with it
#
ff_user=`id -un`
if [[ `ps -au$ff_user | grep firefox-bin` ]];
then firefox -remote "openurl($1,new-tab)"
else firefox $1
fi

Dieses Skript wird unter dem Namen firefox_tabbed ins home-Verzeichnis gespeichert. Damit das Skript für alle Benutzer
verfügbar ist, sollte es nach /usr/local/bin kopiert werden:
vha@asherah:~> su -
Password:
asherah:~ # cp /home/vha/firefox_tabbed /usr/local/bin/

Jetzt noch die Dateirechte entsprechend setzen:
asherah:~ # chmod 755 /usr/local/bin/firefox_tabbed
asherah:~ # exit
logout

Nun kann im KDE-Kontrollzentrum (kcontrol) Firefox als Standardbrowser gesetzt werden:

  1. KDE-Komponenten/Dateizuordnungen öffnen…
  2. Nach „html“ suchen, und text/html öffnen…
  3. Hinzufügen klicken…
  4. In die Textzeile ganz oben „/usr/local/bin/firefox_tabbed %u“ eingeben und „OK“ klicken…
  5. In der „Rangfolge auszuführender Programme“ sollte „firefox_tabbed“ nun ganz oben stehen…
  6. Diesen Eintrag markieren und auf „Bearbeiten…“ klicken…
  7. Unter „Programme/Erweiterte Optionen/Start“ das Häckchen bei „Startrückmeldung aktivieren“ entfernen, und 2x „OK“ klicken…
  8. „Anwenden“ klicken…
  9. Fertig.

Terroranschläge in London

Meine Stimmung ist eine Mischung aus Trauer, Wut und Ratlosigkeit. Weiter möchte ich dieses schreckliche Ereignis nicht kommentieren, aber dennoch einige Informationsquellen verlinken.

Den aktuellen Nachrichten ist zu entnehmen, dass die Bombenanschläge gestern in London mindestens 50 Todesopfer und über 1000 zum Teil schwer Verletzte gefordert haben.

Über die Anschläge wurde in einer Vielzahl von Weblogs berichtet. Deutschsprachig und direkt aus London: London Leben
Technorati: "London AND terror"
Blogg.de: "London+Terror"
SZ: Blogger über die Londoner Anschläge

Nachrichten:
WikiNews
Netzeitung
Süddeutsche Zeitung

Vertrauensfrage: Politik absurd

Gestern noch hat die rot-grüne Koalition Handlungsfähigkeit bewiesen, und eine ganze Reihe neuer Gesetze verabschiedet. Heute spricht der Bundestag dem Kanzler mit großer Mehrheit das Vertrauen ab weil seine Regierung nicht mehr ausreichend handlungsfähig sei.

Schröder begründet seine Vertrauensfrage zusätzlich damit, dass eine erneute Legitimation durch die Wählerinnen und Wähler für das Fortführen der Reformpolitik erforderlich sei. Diese Politik möchte Schröder, sollte die SPD als Sieger aus den angestrebten vorgezogenen Bundestagswahlen hervorgehen, mit der selben Politikermannschaft fortsetzen.

Das bedeutet im Klartext, dass die Abgeordneten der Regierungsfraktion, die gestern noch einvernehmlich Gesetze verabschieden konnten -sprich scheinbar doch regieren können-, heute dem Kanzler nicht das Vertrauen ausgesprochen haben, Schröder als altem/neuen Kanzler dann plötzlich wieder vertrauen müssten. Verstehe das wer will, ich jedenfalls will dieses Spiel nicht verstehen.

Mit Spannung erwarte ich jedoch, wie der Bundespräsident und vor Allem das Verfassungsgericht in dieser absurden Politposse agieren.

Was meine Meinung zu diesem Thema insgesamt betrifft, so kann ich mich dem offenen Brief Martin Rölls an unsere Parlametarier nur anschließen. Leider haben den Brief wohl nur Wenige gelesen.