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Terroranschläge in London

Meine Stimmung ist eine Mischung aus Trauer, Wut und Ratlosigkeit. Weiter möchte ich dieses schreckliche Ereignis nicht kommentieren, aber dennoch einige Informationsquellen verlinken.

Den aktuellen Nachrichten ist zu entnehmen, dass die Bombenanschläge gestern in London mindestens 50 Todesopfer und über 1000 zum Teil schwer Verletzte gefordert haben.

Über die Anschläge wurde in einer Vielzahl von Weblogs berichtet. Deutschsprachig und direkt aus London: London Leben
Technorati: "London AND terror"
Blogg.de: "London+Terror"
SZ: Blogger über die Londoner Anschläge

Nachrichten:
WikiNews
Netzeitung
Süddeutsche Zeitung

Beim 1. Mal tut's immer weh…

…war der Untertitel einer Party unter dem Motto "Hemmungslos anders" gestern im 3/raum in München, und dieser könnte treffender nicht sein.

Der 3/raum in der Lindwurmstraße ist eine wirklich gute Location, damit hört das Lob aber auch schon auf. Elektronische Tanzmusik für das geneigte Münchener Publikum, ohne Witz und ohne Überraschungen, das können Andere wesentlich besser. Eine Handvoll Gäste -vom Stil passend zur Champagnerflaschen-Deko- auf die spärlichen Sitzgruppen verteilt. Die Preise für das Gebotene viel zu hoch, mit rätselhaftem Rabatt für "Clubmitglieder" (hierzu später mehr).

Ein wenig googlen bringt dann die Erleuchtung. "Hemmungslos anders" ist wohl das Motto der JU-Hadern. Ein Besuch auf deren Homepage fördert Fotos mit Wiedererkennungswert zu Tage, was die Gäste betrifft, und dort ist auch nachzulesen, dass der Rabatt für "Clubmitglieder" eigentlich ein Rabatt für JU-Mitglieder ist. Einzig interessant bemerkenswert an der gestrigen Veranstaltung bleibt somit, dass sich hier scheinbar jemand davor scheut, den Zusammenhang mit der "Jungen Union" offenzulegen. Immerhin lagen somit auch keine Beitrittsfomulare aus.

Ich meine: Besser nicht hingehen, es lohnt sich einfach nicht.

Dinge die die Welt nicht braucht

Der Gematriculator misst, wie gut bzw. böse ein Text oder eine Webseite ist.

This site is certified 15% EVIL by the Gematriculator

The Gematriculator is a service that uses the infallible methods of Gematria developed by
Mr. Ivan Panin to determine how good or evil a web site or a text passage is.

Basically, Gematria is searching for different patterns through the text, such as the
amount of words beginning with a vowel. If the amount of these matches is divisible by a
certain number, such as 7 (which is said to be God's number), there is an incontestable
argument that the Spirit of God is ever present in the text. Another important aspect in
gematria are the numerical values of letters: A=1, B=2 … I=9, J=10, K=20 and so on. The
Gematriculator uses Finnish alphabet, in which Y is a vowel.

Experts consider the mathematical patterns in the text of the Holy Bible as God's watermark of authenticity.
Thus, the Gematriculator provides only results that are absolutely correct.

Was es nicht alles gibt… Irgendwie bin ich mir nicht böse genug, mal sehen was sich da machen lässt:-D

[via Kulturstau.de]

Google Madness

Interessant in welchem Zusammenhang Google manchmal die eigene Seite zu Tage fördert. Wenn z.B. ein Däne diese Suche bei Google durchführt, wahrscheinlich weil er wissen möchte, wie das Wetter im Urlaub wird, serviert die Suchmaschine einen meiner Artikel an sechster Stelle. Hier geht's zwar um Schnee, aber nicht speziell um Schnee im Hartz(gebirge). Hartz kommt auf diesen Seiten nur mit dem Zusatz 4 vor.
Da haben wir's: Intelligent muss immer noch der Benutzer sein. Google ist auch nur eine Maschine. Insofern hat der Urheber dieser Suchanfrage hier sicherlich nicht gefunden, was er gesucht hat ;-).

Planetopia Bombing

Planetopia konstatiert:

"Weblogs", auch Blogs genannt, sind selbstverfasste Tagebücher im Internet. Blogger
beichten Intimes, reden über Alltagsprobleme oder berichten über
Weltgeschehnisse wie die Flut in Südasien. Alles geschieht frei nach
dem Prinzip: Einer schreibt – viele lesen. Das Dumme dabei: Niemand
kontrolliert, ob es auch stimmt. Und weil sich per Mausklick die
Informationen schnell und weltweit millionenfach verbreiten, können
solche Weblogs auch schnell Falschmeldungen in Umlauf bringen.

Stimmt, aber wer kontrolliert, ob die Berichterstattung der Privatsender objektiv ist und der Wahrheit entspricht? Der Bericht erweckt den Anschein einer Handreichung für einen zahlungskräftigen Werbekunden. Weil ein Blogger nach Planetopias Definition per se gefährlich ist, entspreche ich gerne diesem Vorurteil, und das geht so:

Planetopia lügt!

…und schon steht der Schockwellenreiter beim googeln nach "Planetopia" auf Platz 4 ;-).

Spiegel Online: Blogger heizen Jamba ein

Die Diskussion über die Werbespots der Klingeltonvermarkter Jamba und deren von vielen als zweifelhaft angesehenen Geschäftspraktiken, die auf Spreeblick begann und sich schnell über die deutsche Blogosphäre ausbreitete, ist nun auch von der Main-Stream-Presse aufgegriffen worden. Christian Stöcker schreibt bei Spiegel Online:

"Das
Unternehmen Jamba verdient viel Geld mit Klingeltönen und nervt mit
stakkatoartig wiederholten Miniwerbespots. Jetzt hat ein Berliner
unabsichtlich eine Lawine von Negativ-PR für Jamba ausgelöst – mit der
Hilfe der Blogger-Community.[]"

Subjektiv
habe ich das Gefühl, dass die Anzahl dieser Spots zumindest etwas
abgenommen hat, soweit man das beurteilen kann wenn man Fernsehen nur
über Hausantenne empfängt. Eventuell lesen doch schon mehr Großkonzerne
mit als angenommen.

Unerwartete Einblicke

mit der Google Suchanfrage [inurl:"ViewerFrame?Mode="] kann man im Moment ca. 745 ungesicherte Webcams finden, und unerwartete Einblicke z.B in Labors und Besprechungszimmer, Terrarien etc. erhalten. Auch Schwenken und Zoomen ist möglich und manche dieser Kameras übertragen sogar den Ton ;-).

Terrarium Webcam

Nachtrag: Hier ein Link, mit dem sich noch mehr dieser Webcams finden lassen. Mit diesem und diesem Link kann man nach einem anderen Webcamfabrikat suchen, deren Framerate höher ist und auf dieser Seite gibt es weitere interessante Google Suchstrings. [via boingboing]

Der Jamba Inzident

Etwas sehr interessantes passiert momentan in der deutschen Blogosphere. Angestossen durch einen Artikel auf Spreeblick, formiert sich Widerstand gegen die Überflutung der Privatsender im Allgemeinen und der Musiksender Viva und MTV im Speziellen durch Werbespots für Handyklingeltöne. Auch die Reaktion einzelner Jamba Mitarbeiter, die anonym den Verfasser des Artikels angegriffen haben, stößt auf massive Ablehnung. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass eine Suche nach Jamba bei google den Spreeblick Artikel bereits an 6. Stelle zu Tage fördert. In Anbetracht der Tatsache, dass dieser Artikel weiterhin große Aufmerksamkeit generiert, ist damit zu rechnen, dass er in der Liste noch weiter nach oben wandern wird. Glücklich schätzen können sich wohl die Jamba-Begründer, die das Unternehmen noch rechtzeitig und sicherlich gewinnbringend an Verisign veräußert haben. Eine offizielle Reaktion von Versign habe ich bisher nicht finden können.
Unter http://votenow.cell5.com/ wurde eine Unterschriftenaktion gegen die massive Bewerbung der Klingeltöne bei MTV und Viva ins Leben gerufen.

Einen interessanten Kommentar zu diesem Vorfall kann man bei _notizen aus der provinz nachlesen. Dort findet sich auch eine Zusammenfassung weiterer Links zum Thema.
Dieser Vorfall zeigt für mich vor allem Eines auf: Viele Unternehmen haben die Macht der Konsumenten bisher unterschätzt. Die Möglichkeiten für Konsumenten, sich gegen gewisse Geschäftspraktiken zu wehren, waren bisher auch eher beschränkt. Das Internet jedoch und vor allem die Vielzahl einander gegenseitig zitierender Weblog-Autoren, können ein Thema relativ schnell ins öffentliche Interesse rücken und somit problematisch für ein Unternehmen werden lassen. Wenn das betroffene Unternehmen dann noch in einer Art und Weise reagiert, die zwar dem Medium Blog gerecht wird, jedoch ungeschickt in ihrer Durchführung wirkt, bekommt die Protestwelle dadurch noch weiteren Auftrieb.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Geschichte mit einem Erfolg auf Seiten der Konsumenten endet, die Anzahl der geschalteten Werbespots auf ein erträgliches Maß begrenzt wird, und die Privatseder verstehen, dass man den Kunden nicht unreflektiert jedweden Blödsinn zumuten kann, nur weil sich damit auf den ersten Blick viel Geld verdienen läßt. Ich jedenfalls habe keine Lust mehr, mich weiterhin diesem Stumpfsinn auszusetzen und bezahle lieber ein paar Euro in der Videothek für einen Film ganz ohne Werbeunterbrechung.