Schlagwort-Archive: Wahnsinn

Gesetz zum Schutz vor teuren SMS-Angeboten geplant

Wenn es nach Verbraucherministerin Künast geht, dann muß der Kunde in Zukunft in Zukunft bei SMS-Diensten die über 1
€ kosten, auf den Preis hingewiesen werden und den Empfang dieses Hinweises bestätigen, bevor der Vertrag zustandekommen darf. Außerdem sollen die Mehrwehrtdiensteanbieter verplichtet werden, in Ihren Werbespots den Kostenhinweis ebenso lange und genauso groß wie Ihre Telefonnummer einzublenden. Das sollte dem Klingeltonwerbewahnsinn relativ wirkungsvoll ein Ende setzen. Ich bin schon gespannt auf die Kreativität der Werbeleute von Jamba und Co. [via netzeitung]

Seid keusch und treibt keine Unzucht

…empfiehlt der Papst als einzig von der katholischen Kirche gebilligtes Mittel gegen Aids.

Wir akzeptieren den Gebrauch von Präservativen nicht, nicht einmal zur Lösung des Aidsproblems

,sagt ein Sprecher des Vatikans.

Da fällt mir echt nichts mehr ein. Wie kann eine Organisation mit unglaublichem Einfluss gerade bei den durch AIDS am meisten betroffenen Menschen in der 3. Welt, die Wahrheit aus ideologischen Gründen derart standhaft ignorieren. Nicht nur, dass dieser Standpunkt mit der vielgepredigten Nächstenliebe nicht zusammengeht, nebenbei wird ein weiteres globales Problem -die Überbevölkerung- und deren Folgen mit Nichtbeachtung gestraft.

Schön langsam muss ich echt ernsthaft über einen Austritt nachdenken. Bisher habe ich die Kirchensteuer immer als sinnvolle Unterstützung einer wohltätigen Organsisation angesehen. Der Glaube ist irgendwo auf dem Lebensweg liegengeblieben und war schon lange kein Grund mehr für's Katholischsein. Aber wenn die katholische Kirche nicht bald in der Gegenwart ankommt, dann ist eine Spende an z.B. Ärzte ohne Grenzen mit Sicherheit sinnvoller.

JuLis kämpfen gegen das Zwei-Klassen-Pinkeln

Tagesschau.de berichtet:

Eine Pressemitteilung des FDP-Nachwuchses macht darauf aufmerksam, dass es auf einer Gesamtschule in Sprockhövel neuerdings zwei Arten von Toiletten gibt. Die eine sei "beschmiert" und "übelriechend". Die andere aber "ein Luxusklo mit Marmorbecken". Und damit nicht genug: Die Benutzung des nicht-beschmierten, nicht-übelriechenden Aborts ist kostenpflichtig. Zehn Cent muss der Schüler für die Aufsuchung berappen.

Da fällt mir auf Anhieb der olfaktorische Unterschied zwischen McClean-Toiletten und der klassischen Bahnhofstoilette ein. Genauso ungerecht aber hat sich darüber schonmal jemand aufgeregt? Scheinbar fällt den JuLis in NRW momentan nichts Wichtigeres ein, auf das sie ihre politische Arbeit konzentrieren könnten.

SPAM jetzt auch im Fernsehen

Habt Ihr in letzter Zeit mal Vormittags oder Abends den Fernseher angeschaltet und Euch irgendeinen Privatsender angetan? Inzwischen wird man in jeder Werbeunterbrechung von einer Abfolge von völlig hirnlosen Werbespots für Handy-Klingeltöne und Handy-Spiele bombardiert. Abends wird dieser Wahnsinn dann noch aufgelockert, durch Spots für Sex-Hotlines. Ganz abgesehen davon, dass dieses Bombardement jedem halbwegs intelligenten Menschen Kopfschmerzen verursacht, finde ich einen anderen Aspekt wirklich fragwürdig und alarmierend.
Diese Angebote fixen den Konsumenten mit einem billigen Angebot an, man bestellt aber eigentlich ein Abo. Die massive Ausstrahlung am Vormittag zeigt auch die gewünschte Zielgruppe: Kinder und Jugendliche. Wenn man überlegt, was ein einzelner Klingelton kostet, kann man sich damit einen ordentlichen Schuldenberg einhandeln. Die Hauptsache hier scheint zu sein, ohne Rücksicht auf Verluste und auf Kosten von eingeschränkt geschäftsfähigen Konsumenten möglichst viel Geld zu verdienen. Zum Glück habe ich keine Kinder. Mehr zu diesem Thema bei IT&W und xonio