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Arbeitsagentur II

100.000 € für eine neue Corporate Identity waren ein wenig tief gegriffen und wenn man SpOn glauben darf, ist bei 358.000 € das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.

Der neue Name, das neue Logo, alles Opium für's Volk. Echte Arbeitsvermittlung findet weiterhin nicht statt. Mir wurde berichtet, dass man momentan Stellenangebote von Mitte April ausgehändigt bekommt, wenn man sich jetzt arbeitssuchend meldet, und wenn man dann auch noch "nicht bezugsberechtigt" trotzdem nach einem Beratungstermin verlangt, wird einem mit auf den Weg gegeben, dass der Berater gar nicht wisse was man hier wolle, wo man doch sowieso momentan kein Arbeitslosengeld beziehen könne. An der alten Amtsstubenmentalität hat sich also nichts geändert. In der Arbeitsagentur geht alles so weiter wie bisher, hier werden Bezüge verwaltet, sonst nichts. Hilfe bei der Jobsuche hat ein Arbeitsloser jedenfalls nicht zu erwarten.

Journalistik?

Ich habe gerade diesen Artikel [via Schockwellenreiter] gelesen, und möchte hier mal was klarstellen:

Nein, wir sind keine Journalisten und wir möchten auch keine sein.
Die Texte die hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sind subjektiv und spiegeln allein die Haltung des jeweiligen Autors wieder. Hier geht es weder um Objektivität noch um Wahrheit, sondern um unsere Sicht der Dinge, geprägt durch unsere momentane Stimmung, unsere politische Einstellung, unsere Interessenlage etc. Nebenbei bemerkt bemühen wir uns natürlich, trotzdem keine Unwahrheiten zu verbreiten.

Ich bekomme langsam den Eindruck, dass die Angst umgeht bei den professionellen Journalisten. Immer wieder wird das Thema Weblogs von den klassischen Medien aufgegriffen, und auf die Gefahren hingewiesen, die das Veröffentlichen von Information ohne zwischengeschaltete Kontrollinstanz mit sich bringe. Im Gegensatz könne man sich auf die Veröffentlichungen der klassischen Medien verlassen, da hier eine redaktionelle Kontrolle stattfinde. Jeder weiß, dass auch in den klassischen Medien die Berichterstattung nicht immer objektiv ist, und zum Beispiel stark von der politischen Ausrichtung des Verlags abhängt. Bestes Beispiel ist hier die Bild (bewußt kein Link) als Sprachrohr des Axel-Springer-Verlages.

Weblogs sind praktizierte Meinungsfreiheit, und haben somit in einer Demokratie wie unserer unbedingt ihre Daseinsberechtigung. Eine Gefahr die von dieser Form der Meinungsäußerung ausgehen soll kann ich nicht entdecken. Wohl aber die unbequeme Notwendigkeit für Politik, Wirtschaft und Presse sich an ein neues Medium zu gewöhnen, in dem die Meinung "kleiner Leute" große Wirkung entfalten kann.